Schiffsfonds

Geschlossene Schiffsfonds / geschlossene Tankerfonds

Hochspekulativ und risikoreich

Als Schiffsfonds werden geschlossene Fonds bezeichnet, bei denen das eingesammelte Kapital in den Bau oder auch den Kauf von Schiffen eingesetzt wird. Schiffsfonds gehören zum sogenannten grauen Kapitalmarkt.

Wie bei allen geschlossenen Fonds können die Anleger einem Fonds nur während des festgelegten Platzierungszeitraumes beitreten. Sobald das benötigte Eigenkapital eingeworben wurde, wird die Beteiligung geschlossen.

  • Unternehmensform:

    • GmbH & Co. KG

    Anlageobjekt:

    • Gebrauchtes Schiff
    • Neu gebautes Schiff
  • Mindesteinlage:

    • 15.000 $

    Schiffsarten:

    • Containerschiffe
    • Tanker
    • Massengutfrachter (sog. Bulker)
    • Spezialschiffe (Multipurpose-Schiffe, Kreuzfahrtschiffe)

Der Markt:
Bedingt durch die Finanz- und später die Euro-Schuldenkrise brach auch der Schiffsmarkt ein. Gewaltige Überkapazitäten und sinkende Charterpreise lassen bisher mehr als 130 Anlegerschiffe in die Insolvenz steuern. Tendenz steigend! Und vielen Anlegern, die mit ihrem Fondsanteil lediglich ein Stück Schiff besitzen, droht der finanzielle Kollaps, wenn ihr Schiff stillgelegt wird.

Charakteristika:
Nach erfolgtem Bau erfolgt die technische und kaufmänische Betreuung durch einen Reeder. Dieser ist gleichzeitig auch für die “Vermietung” (Chartermanagement) an einen Charterer, welcher das Schiff auf seinen Routen einsetzt, zuständig.
Ziel ist es Gewinne zu erwirtschaften, die u. a. die Betriebskosten des Schiffes, sowie Zinsen und die Tilgungen des Hypothekendarlehens deckt. Die Ausschüttungen sind von den erzielten Chartereinnahmen abhängig. Die Rendite des Anlegers setzt sich zum einen aus der Ausschüttungen und dem Erlös aus dem Verkauf des Schiffes am Ende der Betriebszeit zusammen.

Risiken:
– Charterrisiko
keine Vermietung → keine Einnahmen → keine Ausschüttungen

– Währungsrisiko
Charterverträge laufen in US-Dollar oder Yen (durch nachteilige Entwicklung des Dollar / Yen gegenüber dem Euro können kalkulierte Einnahmen geringer als erwartet ausfallen)

– Pleite der Schiffsfondsgesellschaft
Totalverlust der Einlage und u.U. Rückforderungen gezahlter Ausschüttungen von Anlegern


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