Singapore Airlines: Dr. Peters Fonds Nr. 129 – Kapitalanlegern droht der Kapitalverlust bei Flugzeugfonds / UPDATE

Dr. Peters Fonds Nr. 129 – Singapore Airlines A380

Tausende Anleger des Flugzeugfonds Dr. Peters Fonds Nr. 129 könnten ab 2017 ohne Einnahmen dastehen

  • Update 26.10.2016

    „Den Flugzeugfonds droht das gleiche Schicksal wie den Schiffsfonds.“

    Fachanwalt Helge Petersen im Hamburger Abendblatt

    Den Artikel lesen Sie hier

  • Flugzeugfonds in der Krise - A380 Dr. Peters

Es ist die Schocknachricht für alle deutschen Anleger der Beteiligung Dr. Peters Fonds Nr. 129. An diesem Mittwoch gab die Fluglinie Singapore Airlines bekannt, dass sie den Leasingvertrag für den ersten A380, welchen sie 2007 übernommen hatte, nach Ablauf der 10-jährigen Leasinglaufzeit nicht weiter verlängern will. Bei dieser Maschine handelt es sich um den ersten ausgelieferten Airbus des Flugzeugtyps A380 für den Linienverkehr.

Diese Nachricht trifft neben dem Flugzeughersteller Airbus, welcher bereits seit längerem mit seinem Prestigeflugzeug A380 in der Krise steckt, auch den Fondsanbieter Dr. Peters einschließlich dessen Kunden schwer. Bei dem Fondsanbieter Dr. Peters handelt es sich um den größten Fondsanbieter im Bereich des Flugzeugmarkts, obschon in der Vergangenheit viele Fondshäuser Beteiligungen angeboten hatten, bei der der Anleger in Flugzeuge des Bautyps A380 investieren konnte. Nach Angaben des Manager Magazins vom 16.09.2016 seien ca. 2660 Investoren, die sich an der Anlage Dr. Peters Fonds Nr. 129 beteiligt hätten, betroffen. Bei dieser Beteiligung investierten Anleger genau in diese erste A380 Maschine, welche nunmehr von Singapore Airlines abgestoßen werden soll. Diese Entscheidung hat große Konsequenzen für jeden einzelnen Anleger. Denn eines ist jetzt klar. Ab 2017 haben die Anleger dieser Beteiligung möglicherweise keinen Mieter mehr für ihre Maschine. Das bedeutet auch, dass die Anleger keine Einnahmen mehr haben werden, was, sollte kein Folgenutzer oder Käufer für die Maschine gefunden werden, in Kapitalverlust münden wird.

Kalkulation offerierte den Anlegern scheinbar sichere Rückflüsse

Für den einzelnen Anleger war dieser Verlauf nicht absehbar. Insbesondere wurde die Beteiligung seinerzeit damit beworben, dass es sich bei der Singapore Airlines um eine bonitätsstarke sowie auch namenhafte Airline handle, die durch Verlässlichkeit überzeugt. Ferner wurden die Anleger mit der vermeintlich langen und fest vereinbarten Leasingdauer bis zunächst 2017 gelockt. Alles machte den Anschein, dass durch Dr. Peters eine solide Kalkulation vorlag, so dass mit sicheren Rückflüssen gerechnet werden konnte. Anleger des betroffenen Fonds Dr. Peters Fonds Nr. 129 haben bis zum heutigen Tag Rückflüsse in Höhe von 60 % erhalten. Die weitere Zukunft bleibt nach jüngsten Ereignissen ungewiss. Denn dass sich ein Käufer für die hiesige Maschine findet, ist bei der derzeitigen Marktlage auch in Bezug auf den Flugzeugtyp A380 nach unserer Auffassung problematisch.

Der Einzige, der die Katastrophe wohl schon kommen sah, war der Fondsanbieter Dr. Peters selber. Wie das Manager Magazin berichtet, versuche das Management von Dr. Peters bereits seit Ende 2015 händeringend, einen Ersatzmieter zu finden. Wohl ohne Erfolg. Hierbei hatte sich der Fondsanbieter Dr. Peters sogar mit Airbus sowie mit dem Emissionshaus Doric zusammengetan, welches ebenfalls A380-Fonds veräußert hat.
Für alle Anleger des Fondshauses Dr. Peters beginnt nun eine schwere Zeit. Dies betrifft nicht nur die Anleger der hiesigen Beteiligung Dr. Peters Fonds Nr. 129. Die Problematik der Nichtverlängerung der laufenden 10-jährigen Leasingverträge wird auch andere Fondsbeteiligungen treffen. Allein Dr. Peters hat insgesamt 9 Beteiligungen auf dem Markt, die den A380 zum Gegenstand haben. Davon stehen bereits jetzt schon 3 weitere Beteiligungen in der Diskussion um eine mögliche Verlängerung. Insofern sind mindestens 25.000 Anleger betroffen. Sei es, dass es sich um Maschinen der Singapore Airlines handelt oder um Maschinen von Air France.

Kostenfreie und unverbindliche Ersteinschätzung

Als Anleger einer solchen Beteiligung sollten Sie nun schnell handeln und nicht abwarten, bis der Verlust eintritt. Denn dieser ist Gewiss. Lassen Sie sich beraten. Die Kanzlei Helge Petersen & Collegen ist auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts seit Jahren bundesweit erfolgreich für geschädigte Anleger aktiv und hat bereits viele positive Urteile erwirken können.

Zögern Sie also nicht und lassen Sie sich eine kostenlose Ersteinschätzung bezüglich Ihres Falles geben.

Wir verweisen an dieser Stelle auch auf einen weiteren Beitrag aus unserem Archiv zum Thema Flugzeugfonds / Airbus A380


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