Lloyd Fonds A 380 Singapore Airlines

War der Flugzeugfonds von Anfang an schlecht aufgestellt?

Anleger des Flugzeugfonds Lloyd Fonds A 380 Singapore Airlines LF 108 sorgen sich nach ausgebliebenen Ausschüttungen um ihre Anlage. Das Investitionsobjekt ist ein Langstreckenflugzeug vom Typ Airbus A380-841.
Es wird langfristig an Singapore Airlines zu einer monatlichen Leasingrate von 1,55 Mio. USD verleast. Trotz der Marke Airbus und dem festen Leasingvertrag hielten sich die Anleger zurück. Eine Eigenkapitalzwischenfinanzierung sowie ein Darlehen bei einer US-amerikanischen Leasinggesellschaft und sogar ein Nachrangdarlehen eines Kreditinstitutes mussten aufgenommen werden.

Finanzierungsmodell 2013 erneut geändert

Laut dem vom Emissionshaus Lloyd Fonds herausgegebenen Asset Management-Report Special Assets 2012 (Seite 23) hat sich beim Lloyd Fonds A 380 Singapore Airlines durch deutliches Unterschreiten der Anlegerzahl der Anteil der Fremdfinanzierung verändert: „Die gesamte benötigte Finanzierung aus Eigen- und Fremdkapital ist durch das Finanzierungskonzept seit Übernahme des Flugzeugs vollständig gesichert. Dies ermöglichte im März 2013 eine Reduzierung des Emissionskapitals auf 45 Mio. USD. Durch die Reduzierung des Emissionsvolumens hat der Fonds einen höheren Fremdfinanzierungsanteil.“

Unserer Meinung nach bedeutet diese Nachricht für die Anleger nichts Gutes. Aus 42,83% Eigenkapital + Agio und 54,36 % Fremdkapital wurden so 7,54 % Eigenkapital + Agio und ca. 90% Fremdkapital.

Fremdkapitalerhöhung kann Ansatz zur Rückabwicklung sein

  • Da bei einer Erhöhung des Fremdkapitals die Zinsen dafür steigen, ist unseres Erachtens das gesamte Fondskonstrukt in Gefahr. Aufgrund der hohen Fremdkapitalquote von 90% kann die so genannte Hebelwirkung den Erfolg der Anlage gefährden und im schlimmsten Fall zum Totalverlust führen. Bei lediglich geringen Variationen der Fremdkapitalzinsen kann die Eigenkapitalrentabilität erheblich sinken.
    Aufgrund der festen Laufzeit der Beteiligungen haben Anleger jedoch keine Kündigungsmöglichkeit. Die Anleger müssen hoffen, dass sich der wirtschaftliche Erfolg der Beteiligung realisiert. Bei negativen Entwicklungen können sie sich nicht einfach von der Beteiligung lösen. Vor diesem Hintergrund hat erst im letzten Jahr das Landgericht Frankfurt am Main mit Urteil vom 05.05.2014 (Aktenzeichen: 2-21 O 289/13) zugunsten der Anleger entschieden, dass in einem Beratungsgespräch die Fremdkapitalquote der Beteiligung aufklärungsbedürftig ist.

  • Lloyd Fonds A 380 Singapore Airlines

    Lloyd Fonds A 380 Singapore Airlines – War der Flugzeugfonds von Anfang an schlecht aufgestellt?
    © C. Mariche – Fotolia.com

Bisher keine Ausschüttungen an Anleger, Fondskonzept fraglich

In 2012 wurden laut Asset Management Report beim Lloyd Fonds A 380 Singapore Airlines „aufgrund des Kapitaldienstes auf die beiden Zwischenfinanzierungen keine Auszahlungen vorgenommen. Zukünftige Auszahlungen sind von der weiteren Platzierung des Fonds abhängig, in 2013 ist keine Auszahlung geplant.“ Durch die viel geringer als geplante Eigenbeteiligung senkt sich die Auszahlungsrate erheblich. „Bisher bleiben die Ergebnisse so sehr hinter dem Plan zurück, dass das gesamte Fondskonzept fraglich ist“, so Fachanwalt Helge Petersen aus Kiel.

Chancen auf Rückabwicklung durch eventuelle Falschberatung

Chancen auf Rückabwicklung bestehen insbesondere bei fehlenden Hinweisen auf die Risiken von Lloyd Fonds A 380 Singapore Airlines wie zum Beispiel dem Totalverlustrisiko oder dem Nachhaftungsrisiko und der damit verbundenen Verpflichtung zur Rückzahlung bereits erhaltener Ausschüttungen. Auch die Empfehlung der Anlage als sichere Altersvorsorge stellt einen Anhaltspunkt für eine Falschberatung dar.
Sollten auch Ihnen gegenüber diese Risiken verschwiegen worden sein, wären dies sehr erfolgversprechende Ansätze, um Schadensersatz geltend zu machen.

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