Flugzeug- und Flugzeugturbinenfonds

Finanzielles Absturzrisiko inklusive

  • Die Flugzeugbeteiligungen sind ein modernes Segment unter den geschlossenen Beteiligungen und investieren in Flugzeuge, die dann über einen Leasingvertrag mit einer Fluggesellschaft durch die Fluggesellschaft zum Güter- und Personentransport eingesetzt werden. Die Leasingnehmer geschlossener Flugzeugbeteiligungen in Deutschland sind vorwiegend Fluggesellschaften aus Asien und der Golfregion.

    Die Leasingdauer beläuft sich in der Regel auf zehn bis fünfzehn Jahre. Die Rendite der Flugzeugbeteiligungen soll durch die Leasingraten während der Laufzeit – gegebenenfalls durch ein Anschluss-Leasing – und durch eine Restwertzahlung nach Verkauf an den Leasingnehmer oder Dritte am Ende der Laufzeit erwirtschaftet werden.

  • Privatjet 4
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Für die Fluggesellschaften ist das Leasingmodell über eine geschlossene Beteiligung attraktiv. Nur die großen Fluggesellschaften können die Kaufpreise für große Flugzeuge aufbringen. Aber auch kleine Flugzeuge haben Kaufpreise, dass nur wenige Fluggesellschaften diese selbst finanzieren können. Die Fluggesellschaften müssen durch das Leasingmodell die notwendige Liquidität nicht selbst aufbringen und können mit geringem finanziellen Einsatz modernste Flugzeuge nutzen.

Was bedeutet das für die Anleger – Steilflug oder Bruchlandung?

Den Anlegern wurden die Flugzeugbeteiligungen unter Verweis auf die Zunahme des Luftverkehrs im Bereich Luftfracht und Personenverkehr als durchweg positiv mit einer Rendite zwischen 9-13 % dargestellt. Dabei wurden die Flugzeugbeteiligungen auch als „Immobilien der Lüfte“ bezeichnet. Die Chancen und Risiken wurden nicht oder nicht ausreichend dargestellt.
Zunächst zu den Chancen:
Die Darstellung der Rendite von 9-13 % ist hier – wie auch bei fast allen geschlossenen Beteiligungen – fehlerhaft zu positiv und darüber hätte aufgeklärt werden müssen. Die Berechnung der Rendite bei geschlossenen Beteiligungen erfolgt in der Regel nach der mathematisch korrekten internen Zinsfußmethode (IRR), die jedoch die Möglichkeit gibt, die Rendite zu schönen.
Dazu verweisen wir auf den Artikel aus „Die Welt“ vom 02.04.2005

Die Auszahlungen während der Laufzeit der Beteiligung ist keine Renditezahlungen, sondern eine Rückzahlung des Anlagekapitals. Das Anlagekapital verringert sich also stetig. Nach der IRR Methode wird jedoch unterstellt, dass die erfolgten Ausschüttungen unter den gleichen Renditebedingungen (hier z.B. 9-13 %) wieder angelegt wird. Verbraucht der Anleger die Ausschüttung jedoch anderweitig und erreicht das Zinsniveau von 9-13 % nicht, ist die Renditeprognose schon nicht mehr haltbar.

Bei Flugzeugbeteiligungen handelt es sich – wie bei jeder als GmbH & Co. KG ausgestalteten geschlossenen Beteiligung – um ein unternehmerisches Investitionsmodell mit Totalverlustrisiko und einer festen Laufzeit ohne Verfügbarkeit des angelegten Kapitals.

  • Darüber hinaus verfügen die Flugzeugbeteiligungen in der Regel über folgende spezielle Risiken:

    • Die eingeschränkte finanzielle Leistungsfähigkeit oder Leistungsbereitschaft, der Ausfall wesentlicher Vertragspartner insbesondere des Leasingnehmers können die Flugzeugbeteiligung in eine finanzielle Notlage bringen. Die erwarteten Anschlussleasingraten der Beteiligung können nicht, nur teilweise oder verzögert erwirtschaftet werden. Zudem können die Leasingraten auch schlechter als prognostiziert vereinbart werden. Veränderte Zinsen, erhöhte Betriebskosten, laufende Darlehen mit einer zu hohen Fremdkapitalquote und veränderte Marktbedingungen, die eine geringe Nachfrage zur Folge haben, können die Flugzeugbeteiligungen in finanzielle Not bringen.
    • Alle vorbenannten wirtschaftlichen Risiken können zu hohen Wertverlusten, im schlimmsten Fall zu einem Totalverlust des angelegten Kapitals führen. Des Weiteren besteht für den Anleger die Gefahr der Rückforderung von bereits geleisteten Ausschüttungen nach § 172 IV HGB. Es handelt sich bei Flugzeugbeteiligungen um höchst spekulative Anlagen, denen in der Regel eine abenteuerliche Renditeprognose zugrunde liegt.
  • Leasingfonds / Flugzeugfonds


    • DCM Flugzeugfonds 1
    • DCM Triebwerkfonds 1
    • GSI Triebwerksfonds 2
    • HEH Flugzeugfonds 11 – Flybe. Liverpool
    • HEH Flugzeugfonds 9 – Flybe. Newcastle

Wenn Sie eine Flugzeugbeteiligung gezeichnet haben und nicht über die Risiken aufgeklärt wurden, sollten Sie prüfen lassen, ob Schadensersatzansprüche bestehen. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf, wir prüfen die Beratung zu Ihrem Bausparvertrag kostenfrei im Rahmen einer Ersteinschätzung.